Projekt „Migration & Bildung“ und Konzept „Your VOICEland”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 01.09.16 hat die Jugendbildungsstätte LidiceHaus gGmbH/das ServiceBureau Jugendinformation, mit der finanziellen Unterstützung des bremischen Senats durch den Integrationsfond, ein neues Projekt namens „Migration und Bildung“ ins Leben gerufen. Das Projekt befindet sich an der Schnittstelle zwischen Internationaler Jugendarbeit und Jugendarbeit in der globalen Migrationsgesellschaft. Die derzeitige Referentin des Projektes “Migration und Bildung”, Elisabeth Schindler, (Vorgänger: Samuel Njiki Njiki) sitzt seit 2017 im Büro des Bildungsteams der Jugendbildungsstätte LidiceHaus. Ihre Mailadresse ist schindler@lidicehaus.de. Über die Website des LidiceHauses sowie über den Kontakt zu Elisabeth Schindler können Sie Informationen zu dem aktuellen Stand des Projektes beziehen. Hier erhalten Sie einen Einblick in die Anfänge des Projektes in den Jahren 2016-2017.

 

Ziel dieses Projektes ist es, die Teilhabe bzw. die Partizipation junger Menschen mit Fluchterfahrung in den außerschulischen Bildungsangeboten sowie in den gesellschaftlichen Angelegenheiten der Jugend im Lande zu fördern. Ein zentraler Aspekt hierbei ist die Begegnung zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung, bei der nicht die Unterschiede, sondern die Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt stehen.

 

Dieser Ansatz geht davon aus, dass Integration nicht durch einen einseitigen und starren Prozess mit klarem Beginn und Ende zu erreichen ist, sondern durch einen dynamischen, offenen und menschlichen Prozess, der sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Gegenseitigkeit sowie auf gesellschaftlicher Öffnung basiert.

 

Im Rahmen dieses Projekts wurden mehrere lokale Jugendbegegnungen zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung organisiert und durchgeführt. Hauptbestandteil der Workshopwochen und -wochenenden unter dem Titel „Your VOICEland“ sind das Kennenlernen und der gegenseitige Austausch junger Bremer*innen mit und ohne Fluchterfahrung, aufbauend auf Methoden des nonformalen und informellen Lernens. Darüber hinaus fanden verschiedene teilweise selbstorganisierte Workshopangebote statt, in denen die Teilnehmenden ihre eigenen Stärken und gemeinsamen Interessen entdecken und ausbauen konnten. Die Begegnungen haben zwei Hauptziele: Die Stimme der jungen Menschen (mit und ohne Fluchterfahrung) in Bezug auf ihre Bedürfnisse sollen hörbar gemacht sowie die Möglichkeiten/ Fähigkeiten der jungen Menschen, dies zu tun, ausgebaut oder erweitert werden. Gleichzeitig soll der Aufbau eines Bremer Netzwerkes aus engagierten jungen Menschen und somit die gesellschaftliche Teilhabe aller jungen Bremer*innen unabhängig vom Herkunftsort ermöglicht und gestärkt werden.

 

Was solche Begegnungen schon innerhalb kurzer Zeit bewirken können, lässt sich in dem folgenden Zitat eines Teilnehmers einer „Your VOICEland“- Begegnungswoche erkennen:

 

„Your VOICEland: Eine Woche, die auf einmal einer zukünftigen Glückseligkeit entkam und sich zwischen uns niederließ. Wir haben nicht viel vorbereitet im Vergleich dazu, was diese Woche an Freude und Vergnügen für uns bereit hielt. Neue Menschen haben sich in unseren Herzen verwurzelt, an Plätzen, die nicht mehr zu löschen sind. Your VOICEland hat uns gelehrt, dass verschiedene Sprachen, Kulturen und Gewohnheiten einfache Dinge sind, die wir überkommen können, wenn wir aus reinem Herzen handeln. Wir wissen, dass Liebe größer ist als Hass und dass sich Glückseligkeit niemals ganz erschöpft.“

 

Weitere Infos über den Projektblog aus dem Jahr 2016: http://yourvoiceland.tumblr.com/

 

Kurzer Trailer der ersten Your VOICEland-Jugendbegegnung:

 

Video-Dokumentation der ersten Your VOICEland-Jugendbegegnung: