Smartphones verändern derzeit den Alltag von allen Menschen. Die Kommunikation und die Informationsbeschaffung haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Nicht nur viele Erwachsene diskutieren über die Veränderung und denen daraus resultierenden Veränderungen, sondern auch Kinder und Jugendliche sind permanent im Diskurs. Nachdem außerschulische Jugendeinrichtungen diesen Diskurs aufgegriffen haben und Jugendliche animieren sich mit der eigenen Mediennutzung auseinander zu setzen und zu überlegen, wann, wie und wozu ein Smartphone im Alltag hilfreich sein kann. In Schulen fehlt diese konstante Auseinandersetzung. Neben den wenigen und kurzzeitigen Themen- bzw. Projekttagen wird der Diskurs gerne in Familien zurück geschoben bzw. die Schüler*innen alleine gelassen.

Mit dem Projekt „Smart“phone haben wir an der Oberschule Findorff vom 9.2. bis zum 6.3.17 mit allen Schüler*innenn die private Smartphone-Regelung während der Schulzeit diskutiert und letztendlich eine einvernehmliche Vereinbarung zum Umgang zwischen Eltern. Lehrkräften und Schüler*innen geschloßen

Den Startpunkt lehnten wir an den an den europäischen SaferInternetDay17 an.

 

 Smarte Geräte -Smarte Regeln- ein mehrteiliges Projekt zur privaten Smartphone-Nutzung an der Oberschule Findorff

 

Am 9.2. startete das Projekt, dazu wurden  alle Schüler*innen mit einem ca. einstündigen Vortrag in das Thema eingeführt. Darüber hinaus bekamen sie an dem Tag ein Arbeitsblatt mit dem sie ihre Überlegungen dazu strukturieren konnten. Paralell fand  an diesem Tag auch ein Pressegespräch mit folgenden TeilnehmerInnen statt: Bildungssenatorin Frau Bogedan, Frau Holsten (Bremische Landesmedienanstalt), Schulleiter Herr Lütjen, (Oberschule Findorff), , einem Schülersprecher der Oberschule Findorfff und dem Medienpädagoge Herr Markus Gerstmann (ServiceBureau Jugendinformation).

 Vom 13.2 bis 15.2 erarbeiteten die Schüler*innen ihre eigenen Überlegungen für eine  Smartphone-Regelung an der Schule in ihrer Klasse. Insgesamt wurden mit den 33 Klassen ein sechsstündiger Workshop durchgeführt. Die Klassen wurden von externen (Medien-)pädagogen aus der Landesmedienstalt, der Jugendbildungssstätte LidiceHaus sowie dem ServiceBureau Jugendinformation unterstützt.

 Am Ende des Workshoptages bestimmte  jede Klasse zwei Abgeordnete, die die Klassenregeln am 20.2. mit den anderen Sprecher*innen der Klassen abstimmten und gemeinsam ausformulierten. Dieses Treffen fand im Jugendzentrum Findorff statt. Am Ende des Tages stand eine gemeinsam abstimmte Regelung der Schüler*innen.

 Diese Regelung wurde auf der Schulkonferenz am 27.2. den Lehrkräften und den Elternvertreter*innen vorgestellt und lebendig diskutiert. Das vorläufige Ergebnis war, dass die drei Parteien (Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen) eine gemeinsame Arbeitsgruppe erstellen. Ziel der Arbeitsgruppe war die weitere Ausarbeitung der Schulregeln auf Basis des Vorschlages der Schüler*innen.

Die neuen Regeln wurde Ende Mai auf einer Schulkonferenz verabschiedet und im August der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Projekt wurde vom ServiceBureau Jugendinformation entwickelt und durchgeführt. Der Ablauf, die Vorgespräche mit Schulleitung, Lehrkräften und Eltern, sowie die Vorträge und die Entwicklung der Arbeitsmaterialien lagen in der Hand des ServiceBureaus.

Die Landesmedienanstalt Bremen hat das Projekt tatkräftig und finanziell unterstützt. Die praktische Durchführung des Projektes war nur möglich durch die personelle Unterstützung des LidiceHaus, sowie durch die Schulsozialarbeiter*innen der Oberschule Findorff und des Jugendzentrum Findorffs.
Einen Einblick in das Projekt finden Sie auch in den Artikel des WeserKuriers “Verbot gekippt – Demokratie gewagt” und  “Demokratie lernen” und einem Filmbeitrag von der Landesmedienanstalt Bremen.