Das ServiceBureau Jugendinformation entwickelt gemeinsam mit der Fachstelle Rechtsextremismus und Familie bzw. dem LidiceHaus im Rahmen des Projektes #denk_net seit dem 01.08.2017 Workshops zum Umgang mit Hate Speech, Fake News und Verschwörungsideologien. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesprogramm Demokratie leben!.


Ziel des Konzeptes ist es, jungen Menschen eine kritische Informationskompetenz in den Bereichen „Hate Speech“ und Verschwörungsideologien zu vermitteln und sie mittels Projekten, Methoden und praktischen Hilfestellungen in ihrem Medienhandel zu stärken.
Dieses Konzept versucht – anders als die bisherigen Methodenanleitungen – mit Jugendlichen nicht nur auf der rein kognitiven Ebene zu arbeiten. Bislang gibt es einige pädagogische Konzepte zur schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, die sich mit dem Thema „Hate Speech“ befassen. Diese setzen meistens auf die kognitiven Fähigkeiten der Jugendlichen, in dem sie einen kritischen Umgang mit „Hate Speech“ auf einer rein formalen Ebene vermitteln. Hassreden bzw. -posts im Internet sind jedoch in der Regel höchst emotional aufgeladen und die Weltbilder, die dort imaginiert und vertreten werden, sind kognitiv nicht immer erklärbar. Der Annahme folgend, dass ein Anknüpfen an die kognitiven Fähigkeiten der Jugendlichen nicht ausreicht, um die Inhalte, die im Internet verbreitet werden kritisch zu hinterfragen, bieten wir ein Konzept, das auf einer emotionalen Ebene ansetzt. Dabei knüpfen wir direkt an den Alltag der Jugendlichen an und vermitteln ihnen durch den Einsatz methodischer Elemente, eine Sensibilität für den Wahrheitsgehalt der Inhalte, die im Internet Verbreitung finden.

 

#denk_net Module:

  • Hey, ich schwöre, das stand so im Netz!
  • Wahr oder Fake?
  • Hate Speech
  • Gerüchteküche
  • Phrasen-Trasher
  • Spürnasen
  • Schwarzer Humor
  • Ist doch klar?!
  • Was heißt hier eigentlich “Lügenpresse”?
  • Social Bots

Die Module prästentieren wir  am 31. Mai 2018 auf dem Fachtag “Grüße aus dem Wahrheitsministerium“.

 

Vorträge (im Rahmen des Projektes #denk-net)

  • Hannover, 04.09.2017: Vortrag “Wir wollen die rechten Gehirnhälften erreichen. Fake News und Hate Speech: Emotional Medienkritik vermitteln #denk_net”
  • Paderborn, 16.10.2017, Praxisworkshop: “Wir wollen die rechten Gehirnhälften erreichen. Fake News und Hate Speech: Emotional Medienkritik vermitteln #denk_net”
  • Bielefeld, 17.10.2017,  Praxisworksop: Wir wollen die rechten Gehirnhälften erreichen. Fake News und Hate Speech: Emotional Medienkritik vermitteln #denk_net”
  • Potsdam, 18.10.2017, Vortrag und Workshop “Wir wollen die rechten Gehirnhälften erreichen. Fake News und Hate Speech: Emotional Medienkritik vermitteln #denk_net”
  • Peine, 25.10.2017, Vortrag auf der Fachtagung “Alles was Recht ist XIV. Alles Fakten oder was?”


Aktivitäten vor dem Projektstart fanden im Rahmen der medienpädagogischen Arbeit des ServiceBureau statt, die in diesem Arbeitsfeld sehr eng mit der Fachtstelle „Rechtsextremismus und Familie“ und den Kolleg*innen aus dem Arbeitsfeld “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” (GMF) des LidiceHaus kooperiert.

Auf dem Fachtag am 23.3.2017 im LidiceHaus Bremen haben wir uns das erste Mal öffentlich mit dem Thema auseinander gesetzt und unsere Projektidee vorgestellt. Auf dem Fachtag unterstützten uns versierte Fachmenschen vom Grimme Institut, der Amadeu Antonio Stiftung und NoHateSpeech Deutschland mit spannenden Vorträgen.

 

Veröffentlichungen:

Vorträge:
Aufgrund unserer veröffentlichten Idee in sozialen Netzwerken, sowie in dem Buch “Online Hate Speech” wurden das ServiceBureau auf verschiedene Fachtage eingeladen, um unseren methodischen Ansatz mit anderen Fachmenschen zu diskutieren.

Wir freuen uns sehr, dass wir für die erste Projektidee am 10.11.16 den Medienkompetenzpreis “Das Ruder” von der Landesmedienanstalt Bremen erhalten haben. Ohne diese Anschubfinanzierung wären die folgenden Schritte der Entwicklung des Konzeptes nicht so einfach gewesen.

Die weitere Konzept- und Antragsstellung ermöglichte uns eine Finanzierung der Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport in Bremen mit dem Bundesprogramm “Demokratie leben!” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.